Kurz gesagt: Reisebeschränkungen haben Auditoren und Zertifizierungsstellen dazu gebracht, Audits mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnik aus der Ferne fortzuführen.
Die COVID-19-Pandemie hat Audits vor Ort in vielen Teilen der Welt unmöglich oder unpraktikabel gemacht. Zertifizierungsstellen und interne Auditteams setzen zunehmend auf Remote-Audits mit Informations- und Kommunikationstechnik (IKT).
Leitlinien für Remote-Audits
Akkreditierungs- und Zertifizierungsstellen wenden bestehende Leitlinien zum Einsatz von IKT im Audit wie IAF MD 4 an, um zu entscheiden, wann Remote-Techniken geeignet sind und wie die damit verbundenen Risiken gesteuert werden.
Gute Praxis
- Vor der Planung prüfen, ob die Auditziele aus der Ferne erreicht werden können
- Technik und Verbindung vorab mit dem Auditierten testen
- Den sicheren Austausch von Dokumenten, Aufzeichnungen und Live-Prozessen vereinbaren
- Wo möglich Video-Rundgänge zur Beobachtung des Betriebs nutzen
- Einschränkungen dokumentieren und bei Bedarf eine Nachverifizierung vor Ort planen
Remote-Audit-Kompetenzen gehören heute zum Werkzeugkasten moderner Auditoren – siehe die Zertifizierung Certified Quality Auditor (CQA).